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22.2 | 29.2 | 7.3.

Popkultur und Hymnologie

jeweils 9-10.30 Uhr

Es war ein zentrales Bestreben des Neuen Geistlichen Liedes (hier verwendet als Sammelbegriff für alle popularmusikalisch geprägten Lieder, die nach 1950 entstanden sind), sich an der Musik seiner Gegenwart zu orientieren. In diesem Sinne sind all dieser Lieder eng verbunden mit dem Zeitgeist ihrer Entstehungsjahrzehnte. Und als Gebrauchsmusik sollen sie gleichzeitig von möglichst vielen Menschen angewandt und umgesetzt werden können.

Eine gerechte Beurteilung des NGL und ein angemessenes Verständnis ist demnach nur möglich, wenn man sich mit den Mainstream-Phänomenen der Zeit nach 1950 auseinandersetzt. Und so sind die zentralen Vergleichsgrößen nicht etwa die jeweiligen Spitzenwerke der Popkultur, sondern all das, was man als Massenkultur versteht. Vergleicht man etwa das "Danke"-Lied nicht mit den Beatles, sondern viel eher mit all dem, was in Westdeutschland in den 1960er Jahren gehört wurde (sehr gern: deutscher Schlager), dann wirkt es nicht nur nicht ästhetisch rückständig, sondern als ein sehr typischer Repräsentant seiner Zeit.

In dem dreiteiligen Online-Seminar solle es um diese Zusammenhänge gehen - um die Zeitbedingtheit des Neuen Geistlichen Liedes und um die soziokulturellen Phänomene, die es geprägt und erst möglich gemacht haben. Ausgehend von einer Beschreibung der Alltagsmusikkultur in den 1950er und 1960er Jahren im 1. Termin, schauen wir im 2. Termin auf einige typische NGL dieser frühen Epoche - und dann im abschließenden 3. Termin noch einen Blick auf die 1970er Jahre und den Sacropop zu werfen und einen kurzen Seitenblick auf die Gegenwart zu wagen.

Leitung: Dr. Stephan A. Reinke, Musikwissenschaftler und Kantor für Popularmusik in Itzehoe

Nach erfolgter Anmeldung wird ein ZOOM-Link zu den jeweiligen Terminen verschickt.

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